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Was darf Marketing Automation kosten? Open Source als Lösung…

Wenn die Strategie steht, erster Content vorliegt, geht es um die Einführung der Marketing Automation Lösungen. Dazu gibt es heute schon eine ordentliche Auswahl. Allen voran bestimmen die Marktführer Marketo, Hubspot oder Oracle das Bild und definieren, was man für wirkungsvolles Lead Management an Tools benötigt. Aber: Braucht es wirklich eine Software, die mehrere Hundert oder gar Tausend Euro Lizenzkosten pro Monat verschlingt?

Die preiswerten Cloudlösungen wie Mailchimp oder die deutsche E-Mail-Marketing-Lösung Evalanche sind ebenfalls auf den Marketing Automation Trend aufgesprungen und bieten – mit reduzierter Funktionalität – brauchbare Systeme an, mit denen sich Marketing Automation zumindest für den Anfang bewerkstelligen lässt. Ganz jung sind erste Open Source Projekte, die für den Nutzer gänzlich ohne Lizenzkosten überzeugen, allerdings nicht mit professionellem Support aufwarten können.

Open Source Marketing Automation

Der Vorteil der Open Source Variante ist ganz klar, dass hohe Lizenzkosten entfallen. Dagegen steht der Aufwand, den es bedeutet, das System aufzusetzen, stets aktuell zu halten und bei Bugs selbst Hand anzulegen. Eine Lösung, die zumindest nicht für Jedermann ideal ist. Nach ausführlichen Tests einer Lösung, die von einer US-amerikanischen, sehr aktiven Community entwickelt wird, hat sich unserer Meinung nach Open Source Marketing Automation zumindest für den Einstieg bewährt. Wer also erst einmal testen will, ob Content zu Conversion führt, ob Landingpages und Gated Content vom Nutzer angenommen werden, der ist gut beraten, erste kleine Kampagnen mit einer kostenfreien Open Source Lösung zu realisieren.

Vorteil: Datenschutz

Gegenüber solchen Systemen, die aus der Cloud bereitgestellt werden, hat die Open Source Variante auf dem eigenen Server (oder dem eines vertrauenswürdigen deutschen Hosters) einen klaren Vorteil: Der Zugriff auf die Daten liegt nicht länger in der Hand ausländischer Anbieter, sondern einzig beim deutschen Betreiber. Deutsches, respektive Euroäisches Datenschutzrecht ist so einfacher und eigenverantwortlich einzuhalten. Hier profitieren ganz klar mittelständische Unternehmen, die nicht mit der Blauäugigkeit des web-affinen Freelancers ihre IT-Projekte in Angriff nehmen, aber auch nicht auf die umfassende juristische Expertise eines Syndikus zurückgreifen können, der in allen Facetten des internationalen Datenschutzes fit ist. Wer seine Daten auf dem eigenen Server hostet, kann leicht kontrollieren, wer darauf Zugriff hat und gleichsam verhindern, dass darauf zugegriffen wird. Dennoch: Den Datenschutz und die Datensicherheit auf die leichte Schulter nehmen, ist auch keine Lösung und kann verheerende Folgen haben.

Dauer der Implementierung. Oder: wie schnell ist das System einsetzbar?

Ein wichtiger Punkt: Bis eine Marketing Automation Lösung die Ergebnisse bringt, die sie soll (und das in 100 % aller Fälle), vergeht Zeit. Dass daraus schnell ein Projekt wird, das mehrere Monate in Anspruch nimmt, ist keine Seltenheit. Dabei fallen die Lizenzkosten bereits in voller Höhe an. Zwar dauert auch die Einführung einer Open Source Marketing Automation Lösung einige Zeit, die Lizenzkosten bleiben allerdings erspart. Wer sich also noch nicht sicher ist, ob die Investition in eine Marketing Automation Lösung wirklich sinnvoll ist, der kann sich mit einer Open Source Variante zunächst Geld sparen. Und: Die von uns evaluierte (und mittlerweile in mehreren Kundenprojekten produktive) Lösung ist mit vergleichbarem Aufwand einzurichten, wie eine der bekannten lizenzpflichtigen Pendants.

Marketing Automation einführen – Make or Buy?

Eigene Ressourcen freiräumen und die Marketing Automation Lösung einführen ist sicherlich der beste Weg: Die steile Lernkurve verhilft dem Unternehmen zu neuem Wissen, das Marketing lernt und wird schnell besser und effizienter. Marketing Automation outsourcen kann aber auch ein Mittel der Wahl sein, wenn noch getestet und ausprobiert werden soll. Denn: Marketing Automation geht nicht nebenbei. Egal ob Open Source Lösung oder teuerstes Lizenzprodukt – das Einrichten von Kampagnen, Nurture-Strecken, Scoring und die stete Kontrolle der Leadqualifizierung dauert seine Zeit. Es wird dabei eingerichtet, getestet und feinjustiert.

Fazit: Open Source Marketing Automation ist ideal zum Ausprobieren

Wer sich in das Thema einarbeiten will – zum Beispiel mit dem Buch „Professionelles Lead Management: Schritt für Schritt zu neuen Kunden: Eine agile Reise durch Marketing, Vertrieb und IT“ [Affiliate Link] – tut gut daran, sich parallel auch mit der Einführung der Marketing Automation Lösung zu beschäftigen. Um das Prinzip grundsätzlich leichter zu verstehen und zu lernen, in Kampagnen zu denken, ist eine (zeitlich uneingeschränkt) nutzbare Lösung ein großer Vorteil. Wenn die ersten Tausend Leads generiert sind, Content, Conversion und Lead Qualifizierung funktionieren und dann die Weiterentwicklung mit ausführlichen A/B-Tests in Angriff genommen werden soll, immer mehr vorhandene CRM- oder ERP-Lösungen vollintegriert werden sollen, dann ist es an der Zeit, über eine Professionalisierung nachzudenken. Dann ist aber auch klar, nach welchen Kriterien eine Marketing Automation Lösung beurteilt und ausgewählt werden soll. Für das erste Jahr und für einen nationalen Markt reicht eine Open Source Marketing Automation Lösung allemal aus.

By |2017-07-28T11:57:41+00:00Mai 12th, 2017|Blog|2 Comments

About the Author:

Jens Fuderholz ist Geschäftsführer der TBN Public Relations GmbH und Dozent für Technikjournalismus/Technik-PR an der TH Nürnberg. Er ist Autor mehrerer Fachbücher und zahlreicher Fachartikel über PR, Content Marketing und Lead Management.

2 Comments

  1. Thomas 28. Juni 2017 at 8:22 - Reply

    hi,

    für welche OSS Lösung habt ihr euch dann entschieden?
    Gab es mehrere zur auswahl?

    lg
    tom

    • fuderholz 28. Juni 2017 at 8:53 - Reply

      Hi Tom,
      wir haben Mautic und einige WordPress-Plugins evaluiert. Für den Einstieg ist Mautic super – zumindest für den einfachen User leicht bedienbar und schlüssig aufgebaut. Die Tücken liegen teilweise in der Technik und in den Details beim Aufbau von Nurture-Strecken. Aber komplex in der Bedienung sind die großen Systeme ja durchaus auch.
      Beste Grüße Jens

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